• Hilfe bei häuslicher Gewalt
Hilfe bei häuslicher Gewalt
Seit 2014 gibt es an der Berliner Charité die Gewaltschutzambulanz. Anlaufstelle für Opfer von Gewalt, die noch nicht sicher sind, ob sie den Täter anzeigen wollen. Frauen etwa, die von ihren Männern zusammen geschlagen wurden. Kinder, bei denen Jugendamt oder Polizei den Verdacht haben, dass sie von den Eltern misshandelt wurden.
In der Ambulanz werden die Beweise gesichert - für einen eventuellen späteren Prozess. Beratungsstellen im gleichen Haus helfen den Betroffenen, sich aus ihrer meist als ausweglos empfundenen Lage zu befreien. 
Viele Jahre hatten die Rechtsmediziner Michael Tsokos und Saskia Etzold bei der rot-roten Vorgängerregierung um finanzielle Unterstützung für die Einrichtung einer solchen Ambulanz geworben, aber mehr als warme Worte gab es nicht. 
Als ich nach meinem Amtsantritt als Senator diese beiden engagierten Mediziner kennen lernte, stand für mich schnell fest: Berlin braucht eine solche Gewaltschutzambulanz und wenn niemand sonst die Finanzierung übernehmen will, dann muss ich das Geld eben in meinem Justizressort auftreiben. 
Die Hartnäckigkeit hat sich ausgezahlt: Viele hundert Menschen haben sich seit der Eröffnung an die Gewaltschutzambulanz gewandt. Und viele Frauen haben es tatsächlich geschafft, ihre Peiniger nicht nur zu verlassen sondern auch anzuzeigen. Ich finde, das ist ein wichtiges Signal: Auch wer im vermeintlich Verborgenen zuschlägt, muss mit Strafverfolgung rechnen. 
Wer mehr wissen möchte: www.gewaltschutzambulanz-charite.de